Restauration Teil 5

Nach einigem Zucken und Rucken sprang er dann an. Schnell den Zündzeitpunkt provisorisch eingestellt. Etwa 8 Grad vor OT lief er im Stand am besten. Aber leider knallte es mechanisch immer so, als wenn jemand mit  einem Hammer von innen gegen die Motorwandungen klopft. Bei der Suche nach der Ursache die Ölwanne wieder auf und reingeschaut . Nichts. Als ich den Motor dann mit der Hand durchdrehte hing er plötzlich immer wenn die Kolben oben waren.

Also Zylinderkopf wieder ab und siehe da...plattgeschlagene Aludichtungen an den Brennräumen. Einmal nachgemessen brachte Gewißheit: 82mm Dichtung und 88mm Bohrung? Da hatte wohl jemand die falsche Dichtung eigebaut. Nach Einbau der neuen Dichtung lief dann alles perfekt. Abgesehen davon das die neue Dichtung immernoch undicht ist. Es läuft Kühlwasser an den Seiten heraus.<= Problem mit Hylomar behoben.

Dann ging es an die Elektrik. Für die Vermessung der ganzen Strippen und Anschließen brauchten wir ganze 2 Wochen. Leider gab es nirgendwo einen passenden Schaltplan von diesem NVA Kabelbaum. Den russischen Schaltplan konnten wir nur fürs Grobe verwenden. Wir haben aber neue Schaltpläne erstellt, die demnächst hier zu finden sind.

Nach dem wir jedes Instrument zerlegt und wieder zusammengebaut hatten wurde das Armaturenbrett eingestiehlt. Provisorisch die Kotflügel dran mit 2 Schrauben und den kleinen Zusatztank eingebaut. Heute erst habe  ich den großen Tank von innen von Rost befreit. War ja auch schönes Wetter mit 10 Grad im Schatten.

Und dann...... kam die erste Probefahrt. Juhuuu.....was für ein tolles Erlebniss! Die Batterie auf der Pritsche mit Starthilfekabel angeschlossen. Den Fahrersitz mit 2 Schrauben befestigt. Ohne Motorhaube und Türen durchs Dorf. Somit waren wir bei den Nachbarn vollends verschriehen.

Einen der beiden NVA Nebelscheinwerfer habe ich wieder vorne angebaut. Er war zu schade um ihn für immer im Keller verschwinden zu lassen.

Und nun zum Haupt Tank.

Im Tank waren 2 Zentimeter Rost angesetzt. Also habe ich den Tank erstmal mit Steinen aufgefüllt und Wasser dazu. Auf eine alte Betonmischmaschiene gespannt und Stundenlang laufen lassen. Zur großen  Freude unserer Nachbarn wurden die Ruhezeiten eingehalten. Danach das ganze nochmals mit kleinen Splitt für die Grundreinigung.

TEIL 6  PART 6

Zur Belohnung bekam unser GAZ danach eine neue Batterie gestifftet.

Nach erfolgreicher Probefahrt haben wir dann noch alle Anbauteile wieder an den rechten Platz geschraubt. Türen, Sitze, Rücksitzbänke, Kühlerhaube, usw.

Irgendwie passte nichts so an die rechte Stelle. Da mußten wir schon mal mit der Bohrmaschiene nachhelfen um die Löcher passend zu machen.

Aus einem stück Blech wurde dann eine Halterung für die neuen GAZ Blinker geschnitzt. Müsste man vieleicht nochmals überarbeiten. Später....

Wie kann man den Tank am besten von innen behandeln? Bei unseren Erkundigungen kamen folgende Ergebnisse zu Tage.

1.: Schön mit Stahlkugeln reinigen. Dann mit einem speziellen Tank Lack von innen Lackieren.

2.: Bleikugeln rein und wieder auf den Betonmischer. Das Blei wird sich in die Oberfläche einarbeiten und somit vor Rost Schützen.

Was das richtige ist? Ich habe einfach Spritt reingeschütet. Der Schützt auch vor Rost.

Das mit den Blinkern sollte ich nochmals überdenken. Aber für´n TÜV hat´s gereicht.

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